1875 gründete Robert Friedrich Merath seine Schmuckproduktion

und gelangte binnen kurzer Zeit zu großer Anerkennung.

 

Wesentlicher Bestandteil  seines Erfolges war die Produktion

des zu jener Zeit populären Barockschmucks, bei welchem

Rocailleschwünge des 18. Jhds. mit akanthusartigen Blättchen

und Goldkügelchen kombiniert und mit Granat- oder Onyxsteinen

gefasst wurde.

 

Getragen vom Lokalpatriotismus, der in Ulm - kurz vor Vollendung

des höchsten Kirchturmes der Welt - herrschte, hatte Robert Merath

1886 ,  für damalige Zeit, die visionäre Idee eines „brandname“

und inserierte als erster ortsansässiger Goldschmied mit

ULMER  SCHMUCK  in diversen Publikationen.

Der Markenname war geboren und hält sich bis heute für

diesen Stil von Schmuck.

 

1890 durch König Karl von Württemberg Ernennung zum

königlichen Hoflieferant.

 

Schmuck von Robert Merath wurde zum Begriff und verkaufte

sich schon bald weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Um die Jahrhundertwende wurde für Manufaktur und zwei

Ladengeschäfte ein fünfstöckiges Geschäftshaus errichtet.

 

1999/2000  Im 3.  Jahrhundert der Manufaktur steht das

Unternehmen mit Robert Merath dem 4. schon fast vor einem

weiteren Generationenwechsel.

Die Herausforderungen sind für jede Generation neue.

Absatzmärkte und die Optimierung des Einkaufs von Rohstoffen

führen uns heute um die ganze Welt.

Geblieben ist aber bis heute, und trotz aller technischer Errungenschaften,

die handwerkliche Spitzenleistung unsere Goldschmiede.

Mehrheitlich Einzelanfertigungen zu erlesen schönen Edelsteinen,

Kleinserien im klassischen Schmuckbereich und nach wie vor der

Ulmer Schmuck.

Im Laufe der Jahrzehnte fand er bis nach Amerika, Arabien und jüngst

auch Asien seine Liebhaber.

Und es scheint, auch hierzulande wird er wieder populär.

Schön zu erfahren, wie die Bewahrung der Tradition

immer wieder Ansporn zu Neuinterpretation ist.